Da die Anforderungen an Monster-Trucks wesentlich größer sind als an normale Straßenfahrzeuge oder auch LKWs, müssen sich die Entwickler für viele Bauteile etwas Besonderes einfallen lassen. Dazu gehören zum Beispiel die Bremsen. Das Problem ist, dass ein Monster-Truck zwar nicht allzu schnell fährt, aber ihn einige Tonnen Gewicht nach vorne schieben. In den schwierigen Parcours muss er aber sehr schnell verlangsamt werden und stehenbleiben können. Das geschieht zwar auch über die Motorleistung, dennoch sind Bremsen ein wichtiger Bestandteil.

Die meisten Monstertrucks haben hochleistungsfähige Scheibenbremsen, aber die Big Foots besitzen eine Eigenentwicklung, die Ihresgleichen sucht und sogar patentiert wurde. Es handelt sich dabei um so genannte Nassbremsen, oder auch Internal Planetary Disk Brakes. Beim Bremsen geht es vor allem darum, Bewegungsenergie in Wärme umzuwandeln und so die Bewegung zu reduzieren.

Nassbremsen sind effektiver

Bei Scheibenbremsen wird diese Energie auf große Metallscheiben übertragen. Bei den Nassbremsen benutzt mal Öl, um die Temperatur niedrig zu halten und damit dem Bremsen zu kühlen – sie können so mehr Energie aufnehmen. Außerdem besitzen Nassbremsen mehrere Scheiben, die sich um die Radnarbe drehen (deshalb auch der Ausdruck Planeten-System) und damit nochmals mehr Energie aufnehmen können. Und schließlich lassen sich diese Bremsen an jeder Narbe installieren. Während bei klassischen Bremssystemen der Ausfall einer Bremse auch die anderen auf der Achse beeinflusst und damit die Hälfte der gesamten Bremskraft, kann beim Nasssystem das andere Rad weiterhin bremsen. Gerade bei den Monstertrucks ist das wichtig, denn diese fahren bisweilen für einen kurzen Augenblick auf einer Achse oder zwei Rädern. Fällt dann eine Bremse aus, ist es sehr praktisch, wenn die andere noch funktioniert. Und weil die Bremsen in einem Differential eingebaut sind, funktionieren sie auch, wenn man durch Wasser fährt. In der Regel sind diese Nassbremsen teurer und auch komplizierter ein- und auszubauen. Da sie aber wesentlich länger halten, ist das bei den Monster-Trucks weniger ein Problem.

Ein weiteres Problem welches bei den Monster-Truck gelöst werden muss, ist das Gewicht, das auf den Aufhängungen ruht. Dabei wird zwischen direkten und indirekten Gewicht unterschieden. Gerade bei Sprüngen müssen die Aufhängungen einen Großteil des Gewichts aufnehmen. Normalerweise liegt das Gewicht auf dem Chassis, damit ein Fahrzeug insgesamt stabil bleibt. Bei den Monstertrucks verteilt es sich aber gleichmäßig auch Chassis und Achsen und Federungen. Der Grund ist, dass man versuchen muss, auch bei einem Aufprall sofort die Reifen auf dem Boden zu belassen und nicht wieder nach oben zu springen. Denn wer alle vier Rädern auf dem Boden hat, hat auch bessere Kontrolle über das Fahrzeug.